Dietrich Abt
E-mail: psych.praxis.abt (at) web.de

Fon 0721 - 886026 

Top Panel
Mittwoch, 20 September 2017
A+ R A-

Klinische Hypnose / Hypnotherapie

Klinische Hypnose / Hypnotherapie

Hypnose ist ein ganz natürlicher, sehr angenehmer und tiefer Entspannungszustand - nichts anderes als „fokussierte Aufmerksamkeit". Der Fokus unserer Aufmerksamkeit wendet sich inneren Vorgängen zu. Äußere Einflüsse verlieren ihre Bedeutung und unser Verstand tritt ein wenig in den Hintergrund - das Unterbewusstsein wird aktiv und ist in einem erhöhten Aufmerksamkeitszustand. In diesem veränderten Bewusstseinszustand können unbewusste Fähigkeiten besser genutzt werden als im normalen Wachzustand.

Erickson-HypnoseiteDieser veränderte Bewusstseinszustand mit deutlichen Veränderungen im Körper und Gehirn, unterscheidet sich vom Schlaf und vom Alltagsbewusstsein. Eine hypnotische „Trance" ist durch ihre physiologischen und kognitiven Aspekte ein ausgezeichnetes Medium, um therapeutische Veränderungen einzuleiten: Durch die Fixation auf das Unbewusste kommt es viel schneller zu einer Besserung oder Symptomfreiheit als bei anderen Therapieformen.

Das Unbewusste jedes Einzelnen von uns weiß genau und auch sehr detailliert, was richtig für uns ist. Nur leider haben viele Menschen den Kontakt zu ihrem Innern verloren. Der Hypnotherapeut ermuntert den Klienten, sein Inneres erneut zu spüren, seine innere Stimme wieder zu hören und sich selbst vertrauen zu lernen.

 

Milton H. Erickson 1901 - 1980

Während eines hypnotischen Zustandes befindet man sich in einer natürlichen Wach-Schlaf-Phase, in der man alles hört und wahrnimmt immer im Kontakt mit dem Hypnotherapeuten steht. Deswegen kann man sich nach der Hypnose auch an alle Einzelheiten erinnern. Der veränderte Wachheitszustand („Trance") erscheint manchen Menschen so, als seien sie "kurz vor dem Einschlafen". Wir erleben im Alltag häufig leichte Trancen, wenn wir beispielsweise schöner Musik lauschen, den Hof fegen, einen spannenden Krimi schauen, im Garten arbeiten, eine Arbeit erledigen und dabei Zeit und Raum vergessen.

Ihr Unterbewusstsein enthält weit mehr Informationen, als Ihnen bewusst sind. Oft haben Sie all diesen Reichtum an Erfahrungen aus Ihrer Vergangenheit, die Regeln Ihres Familiensystems, Ihre inneren Glaubenssätze und Ihnen typische Verhaltensmuster nicht bewusst abrufbar. Oft stehen Ihnen manche dieser Muster und der zum Teil unbewussten Verhaltensstrategien im Wege bei der Verfolgung Ihrer Ziele oder Befriedigung Ihrer Bedürfnisse - das kann zu einem Gefühl von „falsch sein", innerer Leere und zu persönlichen Krisen führen. Für jedes Problem gibt es eine Ursache oder auch einen Auslöser - durch die Kommunikation mit Ihrem Unterbewusstsein haben Sie die Möglichkeit den Zusammenhang zu erkennen und diese nachhaltig zu lösen. Mit der Hypnose können Sie sich an Ihren bewussten - oft sehr kontrollierten Gedanken und Mustern vorbeimogeln und im Inneren eine Bereitschaft für Veränderungen auslösen, zu Ihrem tiefen kreativen Potenzial vorstoßen und unentdeckte Kräfte, die in Ihnen schlummern, wecken.

Das kann jedem Menschen gelingen und hängt nicht von der Hypnotisierbarkeit ab; das Erreichen einer Trance, die Veränderungen fördert, ist eine Frage der Kooperation zwischen Therapeut und Klient und nicht eine Frage der Hypnotisierbarkeit.

 

Vorurteile

Panikattacken

 Viele Menschen stehen der Hypnose skeptisch und auch ablehnend gegenüber. Sie befürchten, unter Hypnose möglicherweise Dinge zu tun, die sie sonst im „Wachzustand" nicht tun würden. Diese irrtümlichen Annahmen resultieren oft aus den Darstellungen in der Bühnenhypnose, wenn Menschen wie Hunde zu bellen beginnen oder auf allen Vieren über die Bühne kriechen. Zu den Mythen gehört auch die Vorstellung, unter Hypnose könnten sich Erwachsene an Erlebnisse aus ihrer frühen Kindheit erinnern. Hypnotherapeuten arbeiten auch nicht mehr mit einer pendelnden Taschenuhr.

Grundsätzlich gilt: 
Therapeutische Hypnoseverfahren sind nicht gefährlicher als ein Vortrag und niemand ist in Hypnose dem Therapeut ausgeliefert. 

 

Niemand kann gegen seinen Willen zu etwas gezwungen werden und niemand würde in Hypnose Dinge tun, die er im Wachzustand ablehnen würde. 

Hypnotisierte können ohne weiteres „nein" sagen und die Hypnose beenden.

Zur angewandten Hypnose ist eine leichte bis mittlere Trance völlig ausreichend.

Wenn man sich nicht am Ende der Trance "zurückholen" lassen möchte, geht die Trance in ganz normalen Schlaf über, aus dem man frisch und erholt wieder erwacht.

 

Wem hilft  Hypnotherapie?

Hypnosetherapie gehört zu den wenigen Methoden in der Psychotherapie, deren Wirksamkeit klinisch anerkannt, wissenschaftlich belegt, und als effektiv akzeptiert wird. Die Wirksamkeit konnte in weit mehr als 200 empirischen Studien nachgewiesen. Bereits wenige Sitzungen können deutliche Veränderung bewirken; normalerweise sind 2-5 Sitzungen ausreichend.

Besonders hilfreich bei

  • Entscheidende Lebensumstände
  • Depressionen
  • Ängste /Phobien
  • Zwänge
  • Akute Belastungen
  • Essstörungen (Bulimie, Anorexie, Adipositas)
  • Drogenmissbrauch (Alkohol, Nikotin, chem. Drogen)
  • Lähmungen
  • Aufmerksamkeitsstörungen
  • Schmerzen, Schmerzsyndromen und anderen chronischen Schmerzzuständen
  • Schlafstörungen,
  • psychosomatischen sexuellen Störungen
  • manchen Störungen kann die Hypnotherapie die Wirkung einer anderen Psychotherapie unterstützen (Angststörungen, Bluthochdruck, Fettsucht u.a.)

Einige Studien der Universität Tübingen (Prof. Dr. Dirk Revenstorf) zur Wirksamkeit von Hypnose:

http://homepages.uni-tuebingen.de/revenstorf/prasent.html